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Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Landesverband Wüerttemberg e.V. - Wasserrettungsgruppe Neckar-Alb

Hinweis der DLRG zur Eisbildung an Öffentlichen Gewässern


[Dienstag, 07. Februar 2012]

seit einigen Tagen liegen die Temperaturen in der Region Neckar-Alb dauerhaft unter dem Gefrierpunkt. Teiche und Seen, Bäche und Flüsse gefrieren und ziehen Spaziergänger und Sportbegeisterte an. Leider gab es in Deutschland in den vergangenen Tagen die ersten Eiseinbrüche mit Todesfolge zu vermelden.

Die DLRG Wasserrettungsgruppe Neckar-Alb warnt deshalb vor den Gefahren auf dem Eis


Das Betreten der Eisflächen darf erst nach behördlicher Freigabe erfolgen. Die zuständigen Behörden stellen fest, ob das Eis durchgehend tragfähig ist und weisen dies entsprechend am Ufer aus. Nehmen Sie örtliche Warnhinweise ernst. Kindern müssen die Gefahren erklärt werden.


Trotz Freigabe sollte die Eisfläche nie allein betreten werden. Dunkle Stellen im Eis und starker Pflanzenwuchs sind ein Indiz für dünnes Eis. Geräusche wie ein Knistern oder Knacken sind Warnsignale. Nehmen Sie diese wahr, so warnen Sie andere und verlassen Sie unverzüglich das Eis. Dazu legt man sich auf den Bauch um das  Körpergewicht auf eine möglichst große Fläche zu verteilen. Fluchtrichtung ist die Richtung, aus der man gekommen ist. Sollte es dennoch zu einem Einbrechen in das Eis kommen, die Arme ausbreiten um ein Untertauchen des Kopfes verhindern. Laut um Hilfe rufen! Versuchen Sie, sich flach auf das Eis zu schieben. Ein Aufstützen wird die Eiskante weiter abbrechen lassen.


Bekommen Sie als Unbeteiligter Kenntnis über eine Notfallsituation, veranlassen Sie umgehend den Notruf. Durch das kalte Wasser kühlt die eingebrochene Person schnell aus und es drohen gesundheitliche Schäden. Machen Sie weitere Passanten auf den Unfall aufmerksam und helfen als Team. Nutzen Sie Hilfsmittel wie Leitern und umgedrehte Schlitten, Bretter, Hockeyschläger - ggf. ein Abschleppseil - um Gewicht auf der  Eisfläche zu verteilen und die Distanz zur eingebrochenen Person zu überbrücken. Gelingt die Rettung sollte die Person in eine warme Umgebung gebracht werden. Decken und ein heißes, gezuckertes Getränk (kein Alkohol!)helfen, dem Auskühlen entgegenzuwirken. Der Rettungsdienst bzw. der Notarzt wird über die weitere Vorgehensweise entscheiden.
 
Wie zur Sommerzeit gilt auch im Winter "Rufe nie um Hilfe, wenn Du nicht  in Not bist - aber hilf' anderen, wenn Hilfe Not tut".


Der Wasserrettungsdienst ist über die kostenlose Notrufnummer 112 erreichbar. Die DLRG sowie die Feuerwehren Reutlingen und Tübingen halten Einsatztaucher und geeignetes Rettungsgerät für eine Eisrettung vor.

Informationen erhalten Sie auch unter
www.dlrg.de/rund-um-die-sicherheit.html

Von: Öffentlichkeitsarbeit

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