30.01.2019 Mittwoch  Übung mit 18 Einsatzkräften am Breitenbachsee

Die Rettung einer in ein zugefrorenes Gewässer eingebrochene Person übten jetzt die Mitglieder der Wasserrettungsgruppe Neckar-Alb im Reutlinger Freizeitpark Markwasen am Breitenbachsee. Bei der Übung waren 18 rein ehrenamtliche Einsatzkräfte, darunter Einsatztaucher, Strömungsretter und Retter mit Überlebensanzügen, die alle speziell für die Eisrettung geschult sind, im Einsatz. Simuliert wurde die Rettung von Personen vom und auch aus dem Eis. Eingesetzt wurden verschiedene Rettungsmittel, wie zum Beispiel eine Steckleiter oder ein Rescue Sled, die das Gewicht der Einsatzkräfte auf eine größere Fläche verteilen und so das Risiko der Retter ebenfalls ins Eis einzubrechen minimieren. In das Eis eingebrochene Personen kühlen sehr schnell, sehr stark aus. Mit zunehmender Unterkühlung setzen bei dem Opfer Muskelstarre und Bewusstseinseintrübungen ein. Eine Selbstrettung ist in vielen Fällen nicht mehr möglich, weil jegliche Haltemöglichkeiten, um sich aus dem Eisloch herauszuziehen, fehlen und die Eiskante beim Versuch sich darüber zu schieben abbricht.

Die aktuelle Wetterlage lässt derzeit nur auf wenigen Seen einen Eisspaziergang zu. In vielen Fällen ist die Eisdecke einfach zu dünn. Die Wasserrettungsgruppe Neckar-Alb der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) weißt auf die Gefahren hin.

Dunkle Stellen im Eis und starker Pflanzenwuchs sind ein Indiz für dünnes Eis. Geräusche wie Knistern oder Knacken sind Warnsignale. Nehmen Sie diese wahr, warnen Sie andere und verlassen Sie unverzüglich das Eis.Dazu legt man sich auf den Bauch um das Körpergewicht auf eine möglichst große Fläche zu verteilen. Fluchtrichtung ist die Richtung, aus der man gekommen ist. Sollte es dennoch zu einem Eisbruch kommen, die Arme ausbreiten um ein Untertauchen des Kopfes zu verhindern. Laut um Hilfe rufen! Versuchen Sie, sich flach auf das Eis zu schieben. Ein Aufstützen wird die Eiskante weiter abbrechen lassen.

Nutzen Sie Hilfsmittel

Bekommen Sie als Unbeteiligter Kenntnis über eine Notfallsituation, veranlassen Sie umgehend den Notruf. Durch das kalte Wasser kühlt die eingebrochene Person schnell aus und es drohen gesundheitliche Schäden. Machen Sie weitere Passanten auf den Unfall aufmerksam und helfen als Team. Nutzen Sie Hilfsmittel wie Leitern und umgedrehte Schlitten, Bretter, Hockeyschläger - ggf. ein Abschleppseil - um Gewicht auf der Eisfläche zu verteilen und die Distanz zur eingebrochenen Person zuwahren und zu überbrücken. Gelingt die Rettung sollte die Person in eine warme Umgebung gebracht werden. Decken und heiße, gezuckerte Getränk (kein Alkohol!) helfen, dem Auskühlen entgegenzuwirken. Der Rettungsdienst bzw. der Notarzt wird über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Der Wasser-Rettungsdienst in Baden-Württemberg ist über die Europaweite Notrufnummer 112 erreichbar. Die DLRG hält besonders geschultes Personal wie Einsatztaucher und Strömungsretter sowie geeignetes Rettungsgerät für eine Eisrettung vor.

Übung mit 18 Einsatzkräften am Breitenbachsee
Die Rettung einer in ein zugefrorenes Gewässer eingebrochene Person übten jetzt die Mitglieder der Wasserrettungsgruppe Neckar-Alb im Reutlinger Freizeitpark Markwasen am Breitenbachsee. Bei der Übung waren 18 rein ehrenamtliche Einsatzkräfte, darunter Einsatztaucher, Strömungsretter und Retter mit Überlebensanzügen, die alle speziell für die Eisrettung geschult sind, im Einsatz. Simuliert wurde die Rettung von Personen vom und auch aus dem Eis. Eingesetzt wurden verschiedene Rettungsmittel, wie zum Beispiel eine Steckleiter oder ein Rescue Sled, die das Gewicht der Einsatzkräfte auf eine größere Fläche verteilen und so das Risiko der Retter ebenfalls ins Eis einzubrechen minimieren.
In das Eis eingebrochene Personen kühlen sehr schnell, sehr stark aus. Mit zunehmender Unterkühlung setzen bei dem Opfer Muskelstarre und Bewusstseinseintrübungen ein. Eine Selbstrettung ist in vielen Fällen nicht mehr möglich, weil jegliche Haltemöglichkeiten, um sich aus dem Eisloch herauszuziehen, fehlen und die Eiskante beim Versuch sich darüber zu schieben abbricht.

Die Wasserrettungsgruppe Neckar-Alb

In den Landkreisen Reutlingen und Tübingen ist der Wasser-Rettungsdienst zentral organisiert. Knapp vierzig Aktive aus den Ortsgruppen beider Kreise stellen das Personal der Wasserrettungsgruppe Neckar-Alb. Ihr Ziel ist es seit über dreißig Jahren, der Bevölkerung im Falle eines Notfalls am und im Wasser gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen, dem Technischen Hilfswerk und den Feuerwehren qualifiziert Hilfe zu leisten. Die DLRG hält Einsatzfahrzeuge, Rettungsboote und Sondermaterial vor. Die Aufgabe „Wasser-Rettungsdienst“ ist anspruchsvoll und zeitintensiv. Voraussetzung sind die teilweise recht umfangreichen Ausbildungen, die in der Freizeit erworben und aktuell gehalten werden. Die DLRG-Wasserrettungsgruppe Neckar-Alb stellt einen Teil des 7. Wasserrettungszuges des Landes.

Die Einsatzoptionen des Wasserrettungsdienstes sind vielfältig:

- Einsatz bei Starkregenereignissen in der Region
- Vermisstensuche in/am Gewässer(n)
- Absicherung Neckarfest, Rottenburg am Neckar
- Wasserseitige Sicherung von Events: z.B. Stocherkahnrennen, Citytriathlon, Ferienprogramm
- Sanitätsdienst bei verschiedenen Kultur- und Sportveranstaltungen
- Kreisübergreifende Unterstützung im Bevölkerungsschutz Baden-Württemberg

 

Kategorie(n)
Öffentlichkeitsarbeit, Übungsdienst

Von: Giovanni De Nitto

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